{"id":1782,"date":"2018-12-30T21:53:26","date_gmt":"2018-12-30T19:53:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.adipositas-veritas.org\/?p=1782"},"modified":"2018-12-30T21:53:26","modified_gmt":"2018-12-30T19:53:26","slug":"schiri-abseits","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.adipositas-veritas.org\/?p=1782","title":{"rendered":"Schiri &#8211; Abseits!"},"content":{"rendered":"<h1>Abseits ist &#8230;<\/h1>\n<p>Abseitsentscheidungen nach Regel 11 geh\u00f6ren\u00a0im Fu\u00dfball neben dem Handspiel zu den am kontrovers gef\u00fchrtesten Diskussionen \u00fcberhaupt. Dabei ist eine Abseitsposition eigentlich klar und verst\u00e4ndlich geregelt, denn Regel 11 besagt: Ein Spieler befindet sich in einer Abseitsposition, wenn er der gegnerischen Torlinie n\u00e4her als der Ball und der vorletzte Gegenspieler ist. Diese Abseitsposition wird dann strafbar, wenn der Spieler aktiv ins Spielgeschehen eingreift. Und was als aktives Eingreifen verstanden wird, dass kann man ebenfalls im Regelwerk nachlesen &#8211; weshalb an dieser Stelle auf eine n\u00e4here Ausf\u00fchrung verzichtet wird. Es gibt aber auch eine weitaus simplere Definition, die alles wichtige zu diesem Thema in einem einzigen Satz zum Ausdruck bringt: <strong>Abseits ist immer dann, wenn der Schiedsrichter pfeift!<\/strong> Und mehr muss man in den unteren Spielklassen auch gar nicht wissen.<\/p>\n<p>Doch was ist das generelle Problem beim Abseits? Nur weil eine Regel einfach ist, ist sie es nicht auch in ihrer Anwendung. Trotz ihrer Simplizit\u00e4t gibt es beim Abseits immer wieder falsche Entscheidungen und dies durch alle Klassen, von den Profis bis hinunter zu den Kreisklassen dieser Welt. Untersuchungen nach liegt der Anteil der Fehlentscheidungen beim Abseits \u00fcber alle europ\u00e4ischen Top-Ligen um die 20%. Eine enorm hohe Fehlerquote f\u00fcr eine einfache Regel, sollte man meinen. So erkl\u00e4rt sich nicht nur der hohe Erregungspegel unter Fu\u00dfballfans oder Arbeitskollegen nach jedem Spieltag, auch die Sportwissenschaften haben sich diesem Thema mit all ihren Methoden gen\u00e4hert um zu kl\u00e4ren, warum die Situation so ist, wie sie ist. Rausgekommen sind dabei drei unterschiedliche Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze:<\/p>\n<h4>1. Die Nuklearoption:<\/h4>\n<p>Den 1. Erkl\u00e4rungsansatz nenne ich die Nuklearoption. Deswegen Nuklearoption, weil, nimmt man diese Position ein, am Ende au\u00dfer Tr\u00fcmmern nicht mehr viel \u00fcbrig bleibt [10, 11]. Es geht hierbei um die Frage, was die Abseitsregel, so wie sie seit 1925 formuliert ist, vom Schiedsrichter verlangt. Sie verlangt bei einer wortw\u00f6rtlichen Auslegung eine <em>sofortige<\/em> Entscheidung in dem Moment, da der Ball gespielt wird. Und <em>sofort<\/em> bedeutet dann auch <em>sofort<\/em> und nicht 1\/10, eine 1\/100 oder eine 1\/1000000 Sekunde sp\u00e4ter. F\u00fcr ein <em>Sofort<\/em> ist das menschliche Auge aufgrund seine Physiologie aber nicht ausgelegt. Durch Mikrobewegungen w\u00e4hrend des Fixierungsprozesses (Mikrosakkaden, Tremor &amp; Drift) wird der Moment bestimmt, in dem der Ball gespielt wird. Dies ist der Beginn f\u00fcr die nachfolgenden neuronalen Prozesse. Das Gehirn empf\u00e4ngt all diese Informationen \u00fcber den optischen Sehnerv, verarbeitet diese und gibt anschlie\u00dfend die notwendigen Befehle an das optische System, welches nun daf\u00fcr pr\u00e4pariert wird, all die Spieler zu erkennen, die an einer m\u00f6glichen Abseitsposition beteiligt sind; und auch dies kostet wieder Zeit, Zeit und nochmal Zeit. Wir reden hier zwar von Millisekunden, doch alle Einzelprozesse summieren sich am Ende zu einer Gesamtzeitvon ca. 200 Millisekunden, in die der St\u00fcrmer seine Position ver\u00e4ndert. Innerhalb 200 Millisekunden bewegt sich ein durchschnittlicher Fu\u00dfballprofi um 70 cm, wenn er aus dem Stand startet doder um 1,6m, wenn er sich bereits in Bewegung befindet. Selbst bei technischen Systemen ist ein Sofort nicht m\u00f6glich, da auch hier Einzelprozesse ihre Zeit ben\u00f6tigen; wenn auch insgesamt weniger. Die Schlussfolgerung dieser sehr radikalen Sichtweise kann daher auch nur sein, die Abseitsregel zur G\u00e4nze aufzugeben. Fa\u00dft schon poetisch hat <strong>Dr. Belda Maruenda<\/strong> dies 2009 in folgende Worte gefa\u00dft:<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">We are witnessing the most massively known error in the history of humankind. Since the 19th century (the offside rule was introduced in 1866) thousands of millions of people thought, and they still think they can perceive and judge an offside position in real time, in zero milliseconds. The IFAB is facing a difficult problem: it has to abolish the offside rule.<\/p>\n<p>Wir sind Zeuge des gr\u00f6\u00dften bekannten Fehlers in der Menschheitsgeschichte. Seit dem 19. Jahrhundert (die Abseitsregel wurde 1866 eingef\u00fchrt) glauben Millionen von Menschen, und sie tun es noch immer, dass sie eine Abseitsposition erkennen und beurteilen k\u00f6nnen, und zwar in 0 Millisekunden. Das IFAB steht vor einem schwierigen Problem: Es muss die Abseitsregl aufgeben.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Doch ein Fu\u00dfball ohne Abseits w\u00e4re ein komplett anderer Fu\u00dfball. Mit dieser Frage hat sich schon die Redaktion von 11Freunde befa\u00dft (Heft #180 11\/2016).<\/p>\n<h4>2. Die optische Fehlerhypothese<\/h4>\n<p>Von <strong>Oudejans<\/strong> [3] wurde die optische Fehlerhypothese ins Spiel gebracht, bei der es um die Fehlposition des Linienrichters und den sich daraus ergebenen Konsequenzen geht. Die Linienrichter sind angehalten, sich bei ihrer Positionierung und Bewegung an der Seitenlinie an der H\u00f6he des letzten Feldspielers zu orientieren. Sie stehen somit immer auf H\u00f6he der Abseitslinie (siehe Abbildung, rot gestrichelte Linie) und haben den bestm\u00f6glichen Blickwinkel. Soweit zur Theorie. Nun zur Praxis und die sieht bekanntlich immer etwas anders aus.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_1785\" aria-describedby=\"caption-attachment-1785\" style=\"width: 450px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1785\" src=\"http:\/\/blog.adipositas-veritas.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/flag-error-non-flag-error-area-524x840.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"721\" srcset=\"http:\/\/blog.adipositas-veritas.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/flag-error-non-flag-error-area-524x840.png 524w, http:\/\/blog.adipositas-veritas.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/flag-error-non-flag-error-area-228x365.png 228w, http:\/\/blog.adipositas-veritas.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/flag-error-non-flag-error-area.png 594w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1785\" class=\"wp-caption-text\">Schematische Darstellung zur Optischen Fehlerhypothese bei der Abseitsentscheidung (nach Barte&amp;Oudejans [1]).<\/figcaption><\/figure>Der Linienrichter\u00a0 nimmt diese Idealposition nicht immer ein oder kann sie bedingt durch die Schnelligkeit des Spiels auch nicht immer einnehmen. Er steht daher h\u00e4ufig hinter der Abseitslinie (<strong>A<\/strong>) oder davor (<strong>B<\/strong>). In beiden F\u00e4llen ist die Sichtlinie (schwarze Linie) nicht mit der gedachten Abseitslinie deckungsgleich. Dadurch ergeben sich f\u00fcr den Linienrichter zwei Fehlerm\u00f6glichkeiten. Bei der <strong>flag-error<\/strong>-Entscheidung (<strong>FE<\/strong>) hebt er die Fahne und entscheidet auf Abseits, obwohl der Angreifer nicht im Abseits stand (siehe hellblaue Fl\u00e4chen). Bei der <strong>non-flag-error<\/strong>-Entscheidung (<strong>NFE<\/strong>) passiert das Gegenteil; der Angreifer befindet sich zwar in einer Abseitsposition, die Fahne bleibt aber unten (siehe gelbe Fl\u00e4chen). Diese Hypothese hat eine gewisse Eleganz, da sie Vorhersagen dar\u00fcber trifft, welcher der zwei Fehler in bestimmten Situationen eher zu erwarten ist. Liegt z.B. die Situation <strong>B<\/strong> vor, der Linienrichter steht oder l\u00e4uft also vor der gedachten Abseitslinie und der angespielte Angreifer ist weiter vom Linienrichter entfernt als der letzte Verteidiger, dann ist eher mit <strong>FE<\/strong>s zu rechnen; also Abseitsentscheidung obwohl kein Abseits vorliegt. Und genau diese &#8222;Vorhersage&#8220; konnten <strong>Oudejans<\/strong> [3] experimentell best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit, diesem Problem zu begegnen, k\u00f6nnte darin bestehen, auf dem Spielfeld zus\u00e4tzlich parallele Linien zwischen Mittellinie und den Strafr\u00e4umen anzuzeichnen, so wie man es etwas mit den 10 Yard-Linien beim American Football kennt. Ein solcher Versuch wurde durch <strong>Barte &amp; Oudejans<\/strong> [1] durchgef\u00fchrt und 2012 ver\u00f6ffentlich. Die Ergebnisse waren recht ern\u00fcchternd. Zwar gelang es den 8 Linienrichtern, alle Profis der 1. &amp; 2. Eredivisie in den Niederlanden, sich besser zu postieren, die Anzahl an Fehlentscheidungen war jedoch gleich der Kontrollexperimente ohne zus\u00e4tzliche Hilfslinien. Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr dieses Ergebnis mag sein, dass die Linienrichter es erst lernen m\u00fcssen, diese zus\u00e4tzliche Information zu verwerten. Aber k\u00f6nnen solche Hilfslinien die L\u00f6sung sein? F\u00fcr Vereine in den oberen Ligen mag das Hinzuf\u00fcgen von Extralinien kein Problem sein. Wie aber sieht es in den unteren Ligen aus, wo man keinen Platzwart hat und 1 Stunde vor dem Spiel den Platz noch selber einkreiden muss? Ich vermute mal, wir alle kennen die Antwort. Au\u00dferdem sehen solche Linien auch einfach nur schei\u00dfe aus.<br \/>\nDieses Modell bietet eine gute Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, warum man sich als Stadionbesucher oder Sofasurfer vor dem Fernseher oftmals fragt, warum der Linienrichter diese oder jene Situation als Abseits gewertet hat oder nicht! Als Besucher im Stadion sitzt man oftmals viel weiter von der Seitenlinie entfernt und kann daher um mehr als 5, 6 oder 7 m zur gedachten Abseitslinie sitzen und hat trotzdem noch einen geringeren optischen Fehler als der Linienrichter.<\/p>\n<h4>3. Die &#8222;flash-lag&#8220;-Hypothese<\/h4>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Beim dritten Erkl\u00e4rungsmodell handelt es sich um die <strong>flash-lag-Hypothese<\/strong> nach <strong>Baldo <em>et al.<\/em><\/strong> [<strong>5<\/strong>]. Dieser Effekt tritt dann auf, wenn ein sich bewegendes Objekt seiner realen Position voraus wahrgenommen wird. Wissenschaftlich ausgedr\u00fcckt hei\u00dft es:\u00a0Ein sich bewegendes Objekt in der Au\u00dfenwelt unterliegt durch neuronale Laufzeiten von der Retina bis zur bewussten Wahrnehmung ebenso einer Latenzzeit wie ein geblitztes. Wenn man jedoch an r\u00e4umlich korrespondierender Stelle zu einem bewegten Stimulus einen zweiten blitzt, dann wird der geblitzte als zur\u00fcckliegend wahrgenommen; ein Effekt, der als \u201cflash-lag effect\u201d (FLE) bekannt wurde [12].<\/p>\n<p>Klingt jetzt sehr kompliziert. Zu diesem Effekt habe ich eine recht nettes <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Kv4LX_UyQEM\">Video<\/a> gefunden, welches diesen Effekt sehr anschaulich demonstriert.<\/p>\n<p>Bei einer Abseitsentscheidung bedeutet dies, dass der Angreifer in seiner Position auf dem Spielfeld vorauslaufend (&#8222;ahead of his actual position&#8220;) wahrgenommen wird. Eine solche Wahrnehmung w\u00fcrde die <strong>FEs<\/strong> erh\u00f6hen, die <strong>NFEs<\/strong> hingegen reduzieren und er ist unabh\u00e4ngig vom Blickwinkel. Eine Best\u00e4tigung f\u00fcr den Einfluss dieses Effekts ergaben Videosimulationen mit Linienrichtern [8] als auch Untersuchungen an richtigen Fu\u00dfballspielen [7]. In beiden Untersuchungen wurden unabh\u00e4ngig vom Blickwinkel der Linienrichter immer dann vermehrt <strong>FEs<\/strong> ermittelt, wenn der Abwehrspieler sich entgegen der Laufrichtung des Angreifers bewegte.<\/p>\n<p>Es ist derzeit Konsenz, dass sowohl der <strong>flash-lag Effekt<\/strong> als auch die <strong>optische Fehlerhypothese<\/strong> ihren Beitrag bei den fehlerhaften Abseitsentscheidungen haben. Bei einer Untersuchung von 165 Spielen der English Premier League konnte der <strong>flash-lag<\/strong> Effekt alle <strong>FE<\/strong>s und 19% aller <strong>NFE<\/strong>s erkl\u00e4ren, w\u00e4hrend die optische Fehlerhypothese 41% der FEs und 45% der NFEs erkl\u00e4ren konnte [4].<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2>Die L\u00f6sung &#8230;<\/h2>\n<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Eine L\u00f6sung? Mir f\u00e4llt ehrlich gesagt keine ein. Es w\u00fcrde aber schon helfen, wenn man einfach mal die Tatsache akzeptiert, dass die Schiedsrichter speziell bei Abseitsentscheidungen Fehler machen und Fehler machen d\u00fcrfen. Und sie machen diese Fehler nicht, weil sie b\u00f6swillig oder blind sind. Sie passieren, weil sie unvermeidlich sind. Weil hier Menschen in Situationen Entscheidungen treffen m\u00fcssen, in denen sie trotz allem Training und Erfahrung vom physiologischen Standpunkt aus gesehen \u00fcberfordert sind. Die Kreisklasse muss man bei der Betrachtung dieser Problematik aber ausnehmen. Warum? Alle Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze zur Abseitserkennung beziehen sich hier auf den Linienrichter. Aber Linienrichter sind in der Kreisklasse nicht nur Mangelware, es gibt sie dort schlicht einfach nicht. Hier m\u00fcssen die Schiedsrichter allein auf sich selbst gestellt jede Situation selber entscheiden. Da kommt keine Unterst\u00fctzung von der Seitenlinie oder aus irgendeinem Darkroom in K\u00f6ln. Wer \u00fcber Jahre in der Kreisklasse als Schiedsrichter unterwegs war, ist durch eine harte Schule gegangen. Er hat aber auch Mechanismen entwickelt, mit dieser Problematik umzugehen.<\/p>\n<p>Da gibt es das <em>Adlerauge<\/em>, das Abseits selbst dann erkennt, wenn man 30m vom Spielgeschehen entfernt ist. Da gibt es den <em>stoischen Protagonisten<\/em>, der f\u00e4lschlicher Weise als lauffaul dargestellt wird, weil er sich in den 90 Minuten nur im Ansto\u00dfkreis aufh\u00e4lt. Dabei ist dies einfach nur eine M\u00f6glichkeit mit der Tatsache umzugehen, dass man eben keine Linienrichter zur Hand hat und vom zentralen Punkt des Spielfelds einfach die beste \u00dcbersicht zu haben. Und da gibt es den Schiedsrichter, der durch die jahrelange Erfahrung in sich selbst ruht, den im Verlaufe eines Spiels nichts ersch\u00fcttern kann, da er sich eines ganz gewiss ist: <strong>Abseits ist dann, wenn der Schiedsrichter pfeift<\/strong>.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<h2><\/h2>\n<h2>Referenzen<\/h2>\n<p><strong>[1] Barte, J.C.M. &amp; Oudejans, R.R.D.<\/strong> (2012). The Effects of Additional Lines on a Football Field on Assistant Referees\u2019 Positioning and Offside Judgments. <em>International Journal of Sports Science &amp; Coaching<\/em> 7(3):481-492.<\/p>\n<p><strong>[2] H\u00fcttermann, S., Memmert, D., &amp; Simons, D. J.<\/strong> (2014). The size and shape of the attentional &#8222;spotlight&#8220; varies with differences in sports expertise. Journal of Experimental Psychology: Applied 20:147-157.<\/p>\n<p><strong>[3] Oudejans, R.R.D., Verheijen, R., Bakker, F.C., Gerrits, J.C., Steinbr\u00fcckner, M. &amp; Beek, P.J.<\/strong> (2000). Errors in judging \u201coffside\u201din football. <em>Nature<\/em>. 2000; 404:33.<\/p>\n<p><strong>[4]<\/strong> <strong>Catteeuw, P., Gilis, B., Wagemans, J. &amp; Helsen, W.<\/strong> (2010). Offside Decision Making of Assistant Referees in the English Premier League: Impact of Physical and Perceptual-Cognitive Factors on Match Performanc. <em>Journal of Sports Sciences <\/em>28:471-481.<\/p>\n<p><strong>[5] Baldo, M.V., Ranvaud, R.D. and Morya, E.<\/strong> (2002). Flag Errors in Soccer Fames: The Flash-Lag Effect Brought to Real Life, <em>Perception<\/em>. 31:1205-1210.<\/p>\n<p><strong>[6] Gilis, B., Helsen, W., Catteeuw, P. and Wagemans, J.<\/strong> (2008). Offside Decisions by Expert Assistant Referees in Association Football: Perception and Recall of Spatial Positions in Complex Dynamic Events, Journal of Experimental Psychology: Applied (14):21-35.<\/p>\n<p><strong>[7] Gilis, B., Helsen, W., Catteeuw, P., Van Roie, E. and Wagemans, J. <\/strong>(2009). Interpretation and Application of the Offside Law by Expert Assistant Referees: Perception of Spatial Positions in Complex Dynamic Events On and Off the Field, Journal of Sports Sciences (27):551-63.<\/p>\n<p><strong>[8] Helsen, W., Gilis, B. and Weston, M.<\/strong> (2006). Errors in Judging \u201cOffside\u201d in Association Football: Test of the Optical Error versus the Perceptual Flash-Lag Hypothesis, Journal of Sports Sciences (24):521-528.<\/p>\n<p><strong>[9] Maruenda, F.B.<\/strong> (2004). Can the human eye detect an offside position during a football match? BMJ 2004;329:1470. <a href=\"https:\/\/pdfs.semanticscholar.org\/5f89\/bff0d001f7c3cf8f588c8a29f88127e9879e.pdf\">\u2191<\/a><\/p>\n<p><strong>[10] Belda, F.<\/strong> (2009). An offside position in football cannot be detected in zero milliseconds. Nature Precedings. hdl:10101\/npre.2009.3835.1.<\/p>\n<p><strong>[11] Sanabria, J., Cenjor, C., Ma\u0301rquez, F., Gutie\u0301rrez, R., Marti\u0301nez, D., &amp; Prados- Garci\u0301a, J.L.<\/strong> (1998). Oculomotor movements and football&#8217;s law 11. Lancet, 351, 268. http:\/\/dx.doi.org\/10.1016\/S0140-6736(05)78269-6<\/p>\n<p><strong>[12] Nijhawan, R.<\/strong> (1994). Motion extrapolation in catching. Nature 370:256\u2013257<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abseits ist &#8230; Abseitsentscheidungen nach Regel 11 geh\u00f6ren\u00a0im Fu\u00dfball neben dem Handspiel zu den am kontrovers gef\u00fchrtesten Diskussionen \u00fcberhaupt. 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