Der Chef nullt und Eriks hypokinetische Katatonie

Der Stachel der 0 zu 9 Niederlagen vom letzten Wochenende saß noch immer tief und auch unser Problem auf der Torwartposition war nicht gelöst. Und weil kein Torwart zur Verfügung stand, ging Detlef Meyer, der Chef der Fußballabteilung, höchstpersönlich zwischen die Pfosten. Die fehlende Spielpraxis merkte man Detlef zunächst an. Seinen Zuspielen mit dem Fuß fehlte in den ersten 10 Minuten doch etwas die Präzision. Nachdem das Visier hier aber neu justiert wurde, lief es. Sein Eingreifen ins Spielgeschehen beschränkte sich im ersten Durchgang auf eine Aktion, in der Chef Meyer das tat, was ein Meyer nun mal tut. Mit dem Schlachtruf „Torwart“ stürzte er sich dem durchbrechenden Stürmer 30 m vor dem Tor entgegen.

Das weiß man, Sascha. Man muss nichts sagen, man kommt immer entgegen.

49. min Detlef Meyer

Zur Halbzeit stand es nach Toren 0 zu 0 und nach Chancen 3 zu 1 für uns. Zunächst lief Sascha Werner in der 14. Minute nach einem Zuspiel von Nassim Ghariz aus halblinker Position auf den Torwart zu, konnte den Ball aber nicht am Torwart der Gäste vorbei ins Tor bringen. Die nächste Großchance, wieder nach einem Zuspiel von Nassim, hatte Jonas Ring in der 20. Minute auf dem Fuß. Sein Schuss ging zwar am Keeper vorbei, landete aber zu unserem Leidwesen an der Latte. Fast mit dem Halbzeitpfiff hatte unsere Kobra Kai Bartels ein ganz dickes Ding auf dem Fuß, als er nach einem Anspiel von Ole „Die Sohle“ Fischer den Ball knapp am langen Eck vorbeizog. Zuvor hat Dauelsen der Führungstreffer auf dem Fuß.

Kannst du dem mal Rot geben?

54. min Mark Hofmann

Mit Wiederanpfiff hatten wir zunächst die klareren Offensivaktionen, ohne daraus jedoch Kapital schlagen zu können. Gleich dreimal konnten wir uns mit Felix Polacek über unsere linke Seite durchsetzen. Bei einer dieser Aktionen handelte sich ein Abwehrspieler von Dauelsen seine zweite Gelbe Karte ein und musste das Spielfeld verlassen. Diese numerische Überzahl spielte aber nicht uns in die Hände, sondern den Gästen. Trotz Überzahl verloren wir sehr schnell den Spielfluss und gaben die Bälle viel zu früh wieder her. Und nun trat Chef Meyer vermehrt in Erscheinung. Dauelsen kam vermehrt zu Abschlüssen auf unser Tor, die aber alle letztendlich ihren Endpunkt bei Detlef hatten.

Das wird in den nächsten 2 Jahren nicht mehr passieren, dass ein Torwart in der 3. Herren zu Null spielt.

Zwischen Abpfiff und Dusche. Detlef Meyer

Und dann kam die Nachspielzeit und ein von Felix herausgeholter Eckstoß. Frei nach dem ungeschriebenen Gesetz des Amateurfußballs, dass der Größte auch die Ecken schießt, legte unser Langer sich die Kugel zurecht. Es hallte noch der unqualifizierte Kommentar der Trainer über den Platz, warum denn nun ausgerechnet der Größte die Ecken schießt, da segelte die Murmel auch schon in einem hohen Bogen an Freund und Feind vorbei in den Fünfer. Und da stand Erik Weiß. Der stand da einfach nur so rum und zeigte keinerlei Anstalten dem Ball auch nur in irgend einer Art und Weise entgegenzugehen; also die im Amateurfußball weit verbreitete hypokinetische Katatonie. Warum auch? Der Ball fiel aus dem blauen Himmel kommend einfach runter auf seinen Fuß; und von da ins Tor. Wozu da noch bewegen?

TV Oyten III vs TSV Dauelsen – 1:0

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